Wir im Portrait

Ein Foto von Markus. Er hat kurze braune Haare, trägt ein blaues T-Shirt und lächelt

Markus

Was war deine Motivation Lieber Ohne zu gründen?

Sowohl die Lebensmittelverschwendung also auch der Plastikmüll in Flüssen und Meeren hat mich lange Zeit sehr beschäftigt. Ich wollte selbst etwas dagegen unternehmen und gleichzeitig anderen Menschen die Möglichkeit geben, das ebenso so zu tun.

Was möchtest du mit Lieber Ohne erreichen?

Ich möchte, dass Lieber Ohne ein Mosaiksteinchen im Wandel hin zu einer ökologisch und sozial verträglichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wird. Das ist nicht gerade bescheiden, aber das treibt mich an.

Wie reduzierst du deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck?

Ich versuche gemeinsam mit meiner Familie möglichst biologisch produzierte Produkte, vor allem Lebensmittel zu konsumieren. Dieser Teil ist für mich nun relativ einfach geworden.

Sowohl unternehmerisch als auch privat lege ich Wert auf einen ehrlichen und lokalen Ökostromanbieter. Dort liegt meines Erachtens ein großer Hebel weg von fossilen Rohstoffen. In meinem Fall sind das die Oekostrom AG und MeinAlpenStrom.

Außerdem sehe die Gemeinwohlökonomie als einen möglichen, soliden Pfeiler für eine Neuausrichtung wirtschaftlichen Handelns. Daher bin ich als Privatperson Mitglied der Genossenschaft für Gemeinwohl und wir planen für die mittlere Zukunft eine zusätzliche Bilanzierung nach der Gemeinwohlbilanz für Lieber Ohne.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir als Gesellschaft die Kraft aufbringen entgegen der herrschenden Machtverhältnisse für die notwendigen Veränderungen zu sorgen, um auf eine möglichst friedliche und nicht umfassend denaturierte Zukunft zuzusteuern.

Zusätzlich möchte ich mit Lieber Ohne für noch mehr Menschen eine authentische und nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Handel anbieten und das Unternehmen auf ein solides Fundament stellen.

Ein Foto von Claudia. Sie hat lange braune Haare, trägt ein blau-grünes Shirt mit weißen Blumen und lächelt.

Claudia

Was war deine Motivation Lieber Ohne zu gründen?

Ich habe lange in der Gastronomie gearbeitet und mich mit Lebensmitteln und Kochen beschäftigt. Für mich war ein verschwenderisches Umgehen mit Lebensmitteln immer schon ein Dorn im Auge. Hier im Lieber Ohne habe ich als Unternehmerin die Chance, anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, ebenfalls etwas gegen Verschwendung tun zu können.

Nur das einzukaufen, was man wirklich braucht, scheint mir der sinnvollste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Eine Motivation das Lieber Ohne mitzugründen, war aber auch, ein Unternehmen zu schaffen, in dem Gleichberechtigung und Fairness an erster Stelle stehen.

Was möchtest du mit Lieber Ohne erreichen?

Ich möchte, dass der verpackungsfreie Einkauf kein Trend ist, sondern dass diese Art einkaufen zu gehen die Normalität wird. Mit Lieber Ohne möchte ich aber auch erreichen ein Vorbild zu sein – für andere Unternehmen bzw. zukünftige Unterhnehmen:
Man kann erfolgreich und ehrlich sein, zu sich selbst, zu den Mitarbeiter*innen, zu den Produzent*innen und zu den Kund*innen.

Wie reduzierst du deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck?

Seit der Gründung des Lieber Ohne fällt es mir natürlich leicht im Bereich Lebensmittel möglichst ökologisch und biologisch einzukaufen. Darüber hinaus habe ich angefangen mich auch mit der Textilindustrie auseinanderzusetzen und wo es geht auch diesen Bereich in meinem Leben nachhaltiger zu gestalten. Und ich besitze kein Auto und vermisse es auch nicht.

Ich weiß zwar nicht, ob ich damit meinen ökologischen Fußabdruck reduziere, aber ich versuche meiner Tochter möglichst viel in dem Bereich mitzugeben. So hoffe ich, dass auch sie einmal zu einer selbstbewussten, selbstständigen und Dinge hinterfragenden Frau wird, die andere damit ansteckt.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass jeder Mensch in seinen Möglichkeiten etwas zum Guten ändert - denn wenn das Alle im Kleinen machen, wird es auch im Großen gut.

Gemein­wohl­öko­nomie & Wir

Gemeinwohlökonomie basiert auf dem Grundsatz, dass der Mensch und nicht der Profit im Mittelpunkt steht. Das Konzept entstand 2010 in Österreich und hat bereits 9.000 UnterstützerInnen, darunter auch 2.000 Unternehmen, die nach diesem Konzept wirtschaften wollen.

Wir von Lieber Ohne sind eines dieser Unternehmen: Wir sind der Meinung, dass der Zweck allen Wirtschaftens die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse ist und die Wirtschaft mit all ihren AkteurInnen maßgeblich am „guten Leben für Alle“ beteiligt ist.

Gemeinwohlökonomie ist eine ethisch korrektere, soziale und nachhaltige Wirtschaftsform, die eine Alternative zur vorherrschenden neoliberalen Marktwirtschaft darstellt.

Unsere Ziele und Leitsätze

Unsere wichtigsten Ziele sind die Reduktion des ökologischen und sozialen Fußabdrucks, aber auch das „Gute Leben“ für alle Mitarbeiter*innen

Wir arbeiten nach dem Prinzip „Gemeinwohl und Kooperation“ statt „Gewinn und Konkurrenz“

Wertschätzende, solidarische und vertrauensbildende Beziehungen mit Kund*innen, Mitarbeiter*innen und Lieferant*innen leben

Zusammenarbeit und Kooperation mit anderen Unternehmen, die unsere Grundsätze teilen

Die Erwerbsarbeitszeit soll schrittweise auf 30-33 Stunden gesenkt werden.

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